Vök @Musik & Frieden, Berlin, 3.3.16

Vök

Auf die Größe kommts eben doch an. Aber im Falle von Konzerten gilt das Gegenteil der sonst üblichen Auslegung dieses Satzes: also je kleiner desto besser. Ich mag diese intimen Clubkonzerte sehr, ohne große Bühne und Distanz zu den Künstlern und war daher sehr gespannt auf das Konzert Vöks, der isländischen Electro-Newcomer-Sensation am gestrigen Donnerstag im Musik & Frieden Berlin, wo sie während ihrer ersten Europa-Headliner-Tour vorbei geschaut haben. Ich hab die Band schon ein paar mal zuvor auf den größeren Bühnen der Harpa in Reykjavík gesehen während der Sónar und Airwaves Festivals und war schon damals richtig geflasht von ihren Auftritten.

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Ins Musik & Frieden passt gerade mal ein Zehntel dessen, was eine der größeren Hallen der Harpa fasst, wenns hoch kommt. Und es war ausverkauft und voll gepackt bis vorne zur Bühnen, einen intensiven Abend konnte man also erwarten. Um kurz nach neun übernahmen dann Vök nach einem netten Set des Berliner Indietronic Duos NOSOYO die Bühne mit ihrem Song „Við Vökum“ von ihrer ersten EP „Tension“. Offensichtlich waren die meisten der Anwesenden schon vertraut mit Vök und ihrer Musik, den wackelnden Hintern und Freudenbekundungen nach zu urteilen. Falls nicht, ist „Við Vökum“ der perfekte erste Eindruck, inklusive dieses einzigartigen und großartigen Saxophons Andri Márs welches über den tiefen und klangvollen Bassläufen schwebt. Genauso wie Margrét Ráns betörende Stimme im folgenden Stück „If I was“ von der aktuellen EP „Circles“. Vök’s Sound ist ein großartiger Mix aus entspannter Ruhe, die vom einen auf den anderen Augelblick in einen Ausbruch von Emotionen und Kraft übergehen kann: im einen Moment wiegt man sich noch zu den sanften Melodien wie Blätter im Wind, im Anderen springt Andri Már mit seinem Saxophon auf die Boxen und eskaliert. Zur Zeit arbeitet die Band an ihrem ersten vollen Studioalbum und Songs wie „Show me“, „I want to feel“ und „Polaroid“ sollten einen guten Vorgeschmack davon abgegeben haben, was in Kürze noch auf die Fans von Vök zukommen wird. Und diese Fans lechzen definitiv nach mehr wie am Applaus und Jubel nach dem viel zu schnell vergangenen einstünden Set zu erkennen war. Das war vielleicht die einzige Schattenseite des Abends – ich hätte locker noch eine Stunden länger zuhören können.

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Maybe...

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