Himbrimi: Per Fundraising zum Debüt-Album

himbrimi

So ein Album einspielen, abmischen und veröffentlichen ist ja keine allzu günstige Angelegenheit. Steht man dann auch noch erst am Beginn seiner Karriere als Band, bedarf es schon etwas Einfallsreichtum, um der Kosten Herr zu werden. Die Reykjavíker Formation Himbrimi, bestehend aus Margrét Rúnarsdóttir, Birkir Rafn Gislason, Hálfdán Árnason, Skúli Arason und Egill Rafnsson war mit eben dieser Lage konfrontiert. Seit etwa zwei Jahren arbeiteten die Fünf an Songs für ihr gleichnamiges Debüt-Album. Zwei Singles wurden vorab veröffentlicht, „Tearing“ und „Highway“. Um den Release des finalen Albums schließlich stemmen zu können, schlug die Band einen ebenso genialen wie letztlich auch erfolgreichen Weg ein: Fundraising. Die angestrebten 3000€ wurden sogar um knapp 10% übertroffen und jeder, der auf etwas düsteren, aufwändigen, skandinavischen Indie-Pop steht darf sich glücklich schätzen: vergangenen Monat hat Himbrimis Erstlingswert das Licht der Welt erblickt!

Bereits der Opener „Tearing“ zeigt, wo die Reise auf dem sieben Songs umfassenden Album hin geht. Dramatische Synthesizer-Sounds werden von leisen Streichern untermalt, darüber schwebt Margrét’s mystische, kraftvolle Stimme. Margrét’s Schwester ist übrigens eine gewisse Lára Rúnars, den Beobachtern der isländischen Musikszene auch keine ganz Unbekannte. Diesem Stil bleibt das Quintett auch im weiteren Verlauf treu. Besonders cool klingt das dann beim heimlichen Highlight des Albums: „Drifting“. Wie Nebelschwaden über einem See im Herbst wabert das von klingenden Gitarren und eindringlichen Synthies getragene, mit fast fünf Minuten zweitlängste Stück des Albums dahin. Spätestens nach dem ruhigen, instrumentalen Mittelteil hat man sich in den Klanggebilden verloren und treibt auf ihnen durch den Song. Manchmal erinnert Himbrimi ein wenig an Acts wie London Grammar oder Jessie Wares Debüt-Platte „Devotion“. Freunde dieser Künstler sollten also auf jeden Fall mal einen Blick riskieren. Ebenso aber auch jene unter euch die Lust auf eine dieser ganz neuen, frischen isländischen Bands haben, die in Zukunft mit einiger Wahrscheinlichkeit noch von sich reden machen…

himbrimi

Photos © Himbrimi

Maybe...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.